ulrike prib: „mein japanisches naturempfinden...“
Viel mehr als Tusche und Kohle benötigt Ulrike Prib (*1985) nicht, um sich künstlerisch prägnant auszudrücken. Die jüngsten Arbeiten der UdK-Meisterschülerin zeigen auf unterschiedlichen Formaten eine Natur, die in ihrer sorgfältig eingesetzten Unschärfe auf verblüffende Weise Sehgewohnheiten überschreitet.
Pribs Landschaften wirken vertraut und unwirklich zugleich. Die nebelhaft verschwimmenden Bildräume sind nicht Abbilder der Realität sondern materialisieren magische Momente der Natur. Der Fokus auf das Wesentliche, die Achtsamkeit in der Beobachtung sind der Schlüssel zu dieser Welt, die beim ersten Blick auf Distanz geht. Auf den zweiten Blick jedoch zeigt sie eine Natur, die mit der Seele gesehen wurde. Die Arbeiten selbst basieren auf einer eigenen Interpretation japanischer und chinesischer Tuschemalerei. Die Zeichnungen werden durch präzise gesetzte Striche gebildet, deren zarte Kraft den Bewegungen des hoch ritualisierten Iai-Dô gleicht, einer japanischen Schwertkunst, deren Schülerin Ulrike Prib seit vielen Jahren ist. Pribs Arbeiten bieten dem, der sich auf sie einlässt, die Möglichkeit zu Kontemplation und Besinnung.
| zurück |Vernissage am 10.10.2009 | 18-22 h
Ausstellung vom 15.10.2009 bis 7.11.2009
